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ÄNGSTE UND SORGEN VOR DEM WECHSEL INS ALTENHEIM ODER PFLEGEHEIM

Der Wechsel von der gewohnten Umgebung in ein Altenheim bzw. Pflegeheim erzeugt verständlicherweise bei den Betroffen und bei deren Angehörigen eine Reihe von Ängsten und Sorgen. Diese sollten von allen Beteiligten angesprochen werden. Nur so besteht die Chance, falsche Vorstellungen zu revidieren und die Grundlagen zu berechtigter Skepsis ins Positive zu verändern.

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Eine Liste häufigster Ängste und Sorgen haben die Autorinnen Sandra Mörixbauer, Veronika Plasser und Anna Weiler in einem Behelf mit dem Titel "Wenn ich mal ins Altenheim..." zusammengestellt (Bestellmöglichkeit siehe unten):

Betroffene / Betroffener

  • Ich bin dem Personal ausgeliefert.
  • Ich werde medikamentös ruhig gestellt, wenn ich „lästig“ bin.
  • Meine Rechte werden ignoriert und ich kann mich nicht wehren.
  • Mein Bedürfnis, mit Würde zu leben, wird mir nicht ermöglicht.
  • Das Altenheim ist die letzte Station. Von hier gibt es kein Zurück mehr. Ich bin in einem Gefängnis. Ich komme hier nicht mehr lebend heraus.
  • Ich werde / bin von Freunden, Angehörigen etc. vergessen.
  • Ich bin allein mit Problemen, ich habe keinen Ansprechpartner dafür.
  • Bekomme ich überhaupt einen Heimplatz?
  • Ich habe nur eingeschränkte oder gar keine Entscheidungsfreiheit. Meine Entscheidungen und Wünsche werden manipuliert, (absichtlich) missverstanden oder ignoriert.
  • Ich bin in keinster Weise mehr selbstständig.
  • Ich fühle mich wertlos, weil ich nur mehr zur Last falle, nur mehr gepflegt werden muss, aber niemandem mehr zunutze bin. Ich habe mein Selbstbewusstsein verloren.
  • Ich sitze den ganzen Tag nur herum und kann nichts anderes tun. Ich kann meinen Tag nicht mehr gestalten.
  • Ich finde keinen Anschluss in der neuen Gruppe. Ich fühle mich einsam unter Fremden.
  • Ich werde von Fremden gewaschen, auch an intimen Stellen. Ich habe keine Intimsphäre mehr.
  • Schwestern können jederzeit in mein Zimmer. Ich habe keine Privatsphäre mehr.
  • Ich bin abhängig von Helfern. Das gibt mir ein Gefühl von Ohnmacht und ausgeliefert sein, ich habe keine Personenwürde mehr.
  • Ich muss meinen Hausrat und die meisten Erinnerungsstücke zurücklassen, weil ich im Heim keinen Platz für sie habe.
  • Meine Kinder lösen meinen Haushalt auf, sobald ich ausgezogen bin. Ich habe keinen Bezug mehr zu meiner Vergangenheit.

Angehörige / Angehöriger

  • Wenn das Pflegepersonal überarbeitet ist, kann es sich nicht entsprechend kümmern.
  • Ich kann meinen Angehörigen nicht mehr pflegen, meine Kräfte sind erschöpft. Ich habe das Gefühl, ihn im Stich zu lassen. Ich fühle mich schuldig.
  • Wie kann das Heim finanziert werden? Werde ich zur Kasse gebeten? Kann meine Existenz gefährdet sein?
  • Bekommen wir überhaupt einen Heimplatz?

Obenstehende Liste stammt aus einem Behelf für Seniorenarbeit (Loseblattsammlung). Titel: "Wenn ich mal ins Altenheim..." Autorinnen: Sandra Mörixbauer, Veronika Plasser und Anna Weiler. Erschienen 2012 im Wagner Verlag, Linz. ISBN 978-3-902330-71-0. Ein Liste der Buchhandlungen, die den Behelf führen erhalten Sie von Sandra Mörixbauer, E-Mail: SandraMoerixbauer@gmx.at oder per Telefon unter 0676 / 93 85 941.

Siehe auch


 

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Letzte Aktualisierung am: 12.09.2013, 16:57 




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