SEITE BEARBEITEN >>

BEFREIUNG VON DER REZEPTGEBÜHR

Erreicht die Summe aller von einer pflegebedürftigen Person nachweislich geleisteten Rezeptgebühren 2 Prozent des Jahreseinkommens, ist diese Person für den Rest des Jahres automatisch von der Rezeptgebühr befreit. Siehe auch der Beitrag Rezeptpflicht Österreich. Auch die Servicegebühr für die e-card entfällt.

Ein Antrag dafür braucht nicht gestellt zu werden, da die Berechnung über die zuständige Sozialversicherung / Krankenkasse erfolgt, die ja über die Einkommensverhältnisse Bescheid weiß. Allerdings gibt es eine "Mindest-Obergrenze": Es müssen pro Jahr mindestens 37 Rezeptgebühren zu 5,10 Euro bezahlt werden (also gesamt 188,70 Euro), bevor die Obergrenze als erreicht gilt (Angaben gültig für das Jahr 2011).

[Werbung/PR]



Um in den Genuss der Rezeptgebührenbefreiung zu kommen, muss man das entsprechende Formular der zuständigen Sozialversicherungsanstalt / Krankenkasse ausfüllen. Automatisch befreit (also ohne Antragstellung) sind:
  • BezieherInnen von Geldleistungen, die eine Krankenversicherung begründen (z.B. Ausgleichszulage, Ergänzungszulage).
  • Personen, die eine anzeigenpflichtige übertragbare Krankheit haben; Einschränkung: nur für jene Medikamente, die einerseit die Krankheit betreffen und andererseits am Rezept einen entsprechenden Vermerk des behandelnden Arztes / der behandelnden Ärztin haben.
  • Zivildiener und deren Angehörige.
  • AsylwerberInnen in Bundesbetreuung.
  • Personen, die unter das Kriegsopfergesetz, Heeresvorsorgegesetz und/oder Opferfürsorgegesetz fallen.
  • Personen mit geringem Einkommen; das sind alleinstehende Personen mit weniger als 793,40 Euro pro Monat, alleinstehende Personen mit erhöhtem Medikamentenbedarf mit weniger als 912,41 Euro; für Verheiratete bzw. Menschen in eingetragenen Partnerschaften gilt ein gemeinsames monatliches Einkommen von 1.189,56 bzw. 1.367,99 (bei erhöhtem Medikamentenbedarf); Achtung: 12,5 Prozent des Einkommens von anderen im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen werden zur Berechnungsgrundlage hinzugezählt; sollte ein oder mehrere mitversicherte, unterhaltspflichtige Kinder im gemeinsamen Haushalt leben, erhöhen sich die Richtwerte um 122,41 Euro pro Monat (Ausnahme: wenn ein hinzugezähltes Kind über ein eigenes Einkommen von mehr als 291,82 Euro im Monat verfügt).

Siehe auch


 

 Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informieren Sie uns über allfällige Fehler oder korrigieren Sie diese selbst!

Letzte Aktualisierung am: 22.12.2015, 10:42 




[Werbung/PR]