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BEHINDERTENPASS - BEHINDERTENAUSWEIS

Der Behindertenpass / Behindertenausweis ist ein amtlicher Lichtbildausweis, der Betroffenen österreichweit folgende Ermäßigungen bringen kann:
  • auf Anfrage (möglicherweise!) bei Freizeit- und Kultureinrichtungen;
  • bei Autofahrerclubs;
  • ein pauschalierter Steuerfreibetrag ab 25 Prozent Behinderung (ausgenommen bei ganzjährigem Pflegegeldbezug) und/oder Diätverpflegung, Steuerfreibetrag mit Zusatzerfordernis wie bei KFZ-Steuerbefreiung;
  • Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer, wenn ein Parkausweis gemäß Paragraph 29b der Straßenverkehrsordnung der die Eintragung im Behindertenpass über die Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel vorliegt;
  • Fahrpreisermäßigungen bei der ÖBB, beim Verkehrsverbund (je nach Bundesland) mit der Vorteilscard Spezial (Behinderte);
  • kostenlose Autobahnvignette, wenn eine Eintragung im Behindertenpass über die Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel oder Blindheit vorliegt;
  • Ermäßigungen bei der Benützung von Mautstraßen, die eine solche Vergünstigung vorsehen.



Direkte finanzielle Zuwendungen sind damit nicht verbunden. Er ersetzt auch nicht den Ausweis nach Paragraph 29b der Straßenverkehrsordnung, der z.B. für das Parken auf gekennzeichneten Behindertenparkplätzen benötigt wird. Ein solcher wäre auf einer Bezirkshauptmannschaft bzw. am Magistrat zu beantragen. Gesetzliche Grundlagen für einen Behindertenpass sind eine Verordnung des Bundesministers für Arbeit und Soziales über die Ausstellung von Behindertenpässen sowie das Bundesbehindertengesetz.

Einen Behindertenpass bekommen Personen, deren gewöhnlicher Aufenthalt oder Wohnsitz in Österreich ist (bzw. die ihren Wohnsitz zwar im Ausland haben, sich aber aus beruflichen oder privaten Gründen regelmäßig in Österreich aufhalten) und die einer der folgenden Gruppen angehören: begünstigte Behinderte, BezieherInnen von Pflegegeld oder vergleichbarer Leistungen, BezieherInnen von erhöhter Familienbeihilfe, BezieherInnen von Geldleistungen wegen Invalidität, Berufsunfähigkeit, Dienstunfähigkeit oder dauernder Erwerbsunfähigkeit, Personen, deren Grad der Behinderung bzw. die Minderung der Erwerbsfähigkeit mindestens 50 Prozent beträgt.

Nachweisen können Sie die Bezugsberechtigung durch einen Bescheid oder ein Urteil, mit dem der Grad der Behinderung bereits festgestellt wurde und/oder durch ein Gespräch bei einer der Landesstellen des Bundessozialamts. Erforderliche Unterlagen sind ein vollständig ausgefülltes Formular, ein Lichtbild (Anforderungen wie für einen Reisepass), einschlägige Bescheide, Urteile, Befunde, ärztliche Gutachten, Krankengeschicht und dergleichen.

Zuständig für die Ausstellung eines Behindertenpasses sind die Landesstellen des Bundessozialamtes (Homepage: http://www.bundessozialamt.gv.at; Telefonnummer 05 99 88 (zum Ortstarif aus ganz Österreich).
 

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Letzte Aktualisierung am: 05.03.2013, 14:41 



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