SEITE BEARBEITEN >>

BLUTHOCHDRUCK - HYPERTONIE

Laut einer Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts in Deutschland bekommen mehr als die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre von ihrem Arzt / ihrer Ärztin die Diagnose Bluthochdruck / Hypertonie. Viele Betroffene wissen jedoch gar nichts von ihrer Hypertonie. Andere wiederum werden nicht oder nicht ausreichend behandelt, oder sie verweigern sich blutdrucksenkenden Änderungen des Lebensstils, obwohl zu hoher Blutdruck ein bedeutsamer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt darstellt.

Nebenerscheinung: trockene Haut

Zu hoher Blutdruck wird sich unter anderem negative auf die Haut aus. Sie neigt zur Trockenheit (siehe dazu den Beitrag über trockene Haut). Deshalb ist parallel zur Hypertoniebehandlung eine gute Hautpflege wichtig; am besten mit Hautpflegeprodukten, die Lanolin bzw. Schafmilch enthalten.

[Werbung/PR]



Warnsignale des Körpers?

Ein erhöhter Blutdruck verursacht meist keine Schmerzen oder andere Beschwerden und wird daher oft nur zufällig entdeckt, obwohl kostenlose Früherkennungsmaßnahmen allen gesetzlich Versicherten ab dem 35. Lebensjahr zur Verfügung stehen. Eine RKI-Studie, bei der der Blutdruck tatsächlich gemessen und nicht nur die Arztdiagnose erfasst wurde (Bundesgesundheitssurvey), ergab, dass über 80 Prozent der Teilnehmer über 65 Jahre die Grenzwerte überschritten („140/90 mm Hg“).

Ein Blutdruckmessgerät können Sie im Sanitätsfachhandel oder aber auch im Internet kaufen. Hintergrundinformationen und Bestellmöglichkeiten siehe auch die Seite http://www.50plus.at/gesund/bluthoch.htm

Hypertonie ist eine komplexe Gesundheitsstörung. Bei der häufigsten Form, der primären Hypertonie, geht man von einer Entstehung durch das Zusammenwirken erblicher Veranlagung mit verschiedenen Risikofaktoren aus. Zu den Risikofaktoren zählen insbesondere Übergewicht, hoher Kochsalzkonsum (bei gesteigerter Salzempfindlichkeit), Bewegungsmangel, hoher Alkoholkonsum - nach Schätzungen werden bis zu 30 Prozent der Hypertoniefälle auf Alkoholkonsum zurückgeführt - sowie Umwelteinflüsse wie starke Lärmbelästigung oder psychosozialer Stress im Beruf.

Hypertonie ist behandlungsbedürftig. Jede Therapie sollte mit nicht-medikamentösen Maßnahmen eingeleitet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verringerung des Gewichts (bei Übergewicht), die Einschränkung des Alkoholkonsums oder (bei Kochsalzempfindlichkeit) eine Ernährungsumstellung mit einer geringeren Kochsalzaufnahme. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, sollte zusätzlich eine medikamentöse Therapie beginnen. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft empfiehlt dies bei allen Patienten mit Blutdruckwerten ab 180/110 mm Hg, abhängig vom individuellen kardiovaskulären Risiko unter Umständen auch schon bei geringen Werten.

Siehe auch



 

 Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informieren Sie uns über allfällige Fehler oder korrigieren Sie diese selbst!

Letzte Aktualisierung am: 06.02.2017, 17:52 




[Werbung/PR]