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DEMENZ

In Österreich sind rund 130.000 Menschen an Demenz erkrankt. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl vermutlich bis auf 240.000 steigen. Statistisch gesehen ist jede 4. Familie in Österreich mit der Problematik von Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit unmittelbar konfrontiert. Gleichzeitig stellt Pflegebedürftigkeit noch immer eine Armutsfalle dar. In Österreich sind ca. 15 Prozent der Menschen über 65 Jahre armutsgefährdet. Besonders stark betroffen sind Frauen: 26 Prozent der alleinlebenden Frauen mit Pensionsbezug sind armutsgefährdet. (Anmerkung: Alle obenstehenden Angaben stammen aus einer Presseaussendung der Volkshilfe Österreich vom März 2012.)

Beim alternden Menschen beginnt die Demenz mit verminderter Gedächtnisleistung, vermindertes abstraktes Denkvermögen und Verstärkung von persönlichen "Eigenheiten". Verursacht wird Demenz durch kontinuierlichen Untergang von Nervenfasern im Gehirn. Dies geht auch mit einer Schrumpfung der Hirnstruktur einher. Hauptformen von Demenz sind Morbus Alzheimer und vaskuläre Demenz. Hinweis: Eine ärztlich nachgewiesene Demenz wird im Rahmen der Festlegung von Pflegestufen mit 25 Pflegestunden pro Monat festgelegt (erweiterter Pflegebedarf).

Morbus Alzheimer / Alzheimer-Krankheit

Beim Morbus Alzheimer unterscheidet man die präsenile Form, die sich bereits vor dem 65. Lebensjahr bemerkbar macht, von der häufigeren, später beginnenden senilen Form. Symptome bei beiden Ausprägungen sind körperlichen und seelischen Unruhe, Gedächtnisstörungen, Wortfindungsstörungen sowie Desorientiertheit. Einfachst Dinge des täglichen Lebens werden plötzlich zu übergroßen Hürden bzw. Belastungen. Neue Gedächtnisinhalte können nur schwer behalten werden und sind nach kurzer Zeit wieder vergessen. Auch die Erinnerungen an vergangene Ereignisse verblassen immer mehr.



Vaskuläre Demenz

Bei der die Hirngefäße betreffenden vaskulären Demenz sind hauptsächlich Durchblutungsstörungen verantwortlich. Diese können schleichend oder vehement auftreten (Schlaganfall). Etwa 20 Prozent aller Demenzformen sind vaskulär bedingt. Risokofaktoren sind Bluthochdruck (Hypertonie), hohe Blutfettwerte bzw. hoher Cholesterinwert, Rauchen, Übergewicht, Adipositas und Diabetes mellitus. Natürlich gibt es auch Mischformen aus beiden oben genannten Demenztypen.

Andere Formen von Demenz

Seltenere Formen stellen die Demenz im Rahmen der Parkinson-Erkrankung dar, die so genannte Levi-Body-Demenz. Auch eine schwere Alkoholabhängigkeit kann zur Entwicklung einer Demenz führen.

Häufigkeit

Etwa 7% der über 65-Jährigen leiden an einer Demenz, zwischen dem 80. und dem 85. Lebensjahr sind es bereits 13 Prozent. Ab dem 85. Lebensjahr nimmt die Häufigkeit weiter zu (bis etwa 26% bei 95-Jährigen).

Therapie

Ursächliche Therapieformen von Demenz gibt es keine. Vorsorgende Maßnahmen wie z.B. das Üben der Gedächtnisleistung sind in der Lage, den Beginn auffälliger Demenz hinauszuzögern.

Demenzstation

Größere Pflegeinstitutionen verfügen über eine sogenannte Demenzstation. Welche Pflegeeinrichtungen eine Demenzstation haben, können Sie über unsere Datenbank herausfinden. Dazu einfach auf "Verzeichnis" klicken, dann das Kästchen "Demenzstation" aktivieren und den Button "VERZEICHNIS DURCHSUCHEN" klicken.

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Letzte Aktualisierung am: 18.04.2012, 13:31