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KREBS


Unter Krebs versteht man bösartige Zellen (sogenannte Malignome), die sich vermehren und dabei gleichzeitig das umliegende Gewebe schädigen oder zerstören können. Im fortgeschrittenen Stadium werden über die Blutbahnen bzw. Lymphwege Tochtergeschwülste gebildet (Metastasen).

Jedes Jahr erkranken rund 38.000 ÖsterreicherInnen an Krebs. Sowohl die Zunahme der Malignome im Rahmen der höheren Lebenserwartung als auch der erzielte Rückgang der Krebssterblichkeit führen zu einem kontinuierlichen Anstieg an Patienten, die eine Krebserkrankung durchgemacht haben. Durch verbesserte Früherkennung und wirksamere Behandlungen steigt die 5-Jahres-Überlebensrate aller Krebserkrankten in Österreich erfreulicherweise an. Lag die 5-JahresÜberlebensrate 1983 noch bei 40 Prozent, so lag sie 2005 bereits bei 62 Prozent, Tendenz
steigend. Quelle: Humanomed Consult

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Viele Arten von Krebs sind mittlerweile recht gut therapierbar und die Heilungschancen sind zwar gut, allerdings muss man mit organischen Defekte, psychischen und therapiebedingten Störungen, sozioökonomische Beeinträchtigungen und der Möglichkeit von Rezidiven (Wiederkommen bösartiger Zellen) rechnen. Das macht eine sorgfältige und konsequente Krebs Nachsorge notwendig.

Durch verbesserte Früherkennung und wirksamere Behandlungen steigt die 5-Jahres-Überlebensrate aller Krebserkrankten in Österreich erfreulicherweise an. Lag die 5-Jahres-Überlebensrate 1983 noch bei 40%, so lag sie 2003 bereits bei 62%, Tendenz steigend. Trotzdem ist Krebs in Österreich nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache.

Ab einem Alter von rund 65 Jahren verlangsamt sich bei den meisten Krebsformen die Wachstumsgeschwindigkeit, so dass Betroffene durchaus damit rechnen können, ein höheres Alter erreichen zu können.

Häufigste Krebsart bei Frauen ist der Brustkrebs (Mammakarzinom), gefolgt von Darmkrebs, Gebärmutterkrebs und Lungenkrebs. Bei Männern steht der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) an der Spitze, gefolgt von Lungenkrebs, Darmkrebs und Blasenkrebs (Quelle: Statistik Austria, Österreichisches Krebsregister und Todesursachenstatistik 08/2009).

Fachärzte / Fachärztinnen für Krebs nennt man Onkologen bzw. Onkolginnen. Muss man eine Spezialstation zur Behandlung von Krebs aufsuchen, wird man in die Abteilung für Onkologie verwiesen.

Je nach Krebsart gibt es in der Pflege von betagten Menschen mit Krebs zahlreiche Spezialerfordernisse bei der Betreuung und Pflege. Besonders wichtig (und machbar!): die optimale Behandlung von Schmerzen.

Onkologische Rehabilitation

Die Onkologische Rehabilitation kommt für Patienten in Frage, die an tumor- oder therapiebedingten Schäden leiden, die durch eine Rehabilitationsbehandlung verbessert werden können. Im Rahmen des Pilotprojekts von Humanomed Consult wurden in einem ersten Schritt folgende kurativ behandelten Erkrankungen ausgewählt: kolorektales Karzinom, Mammakarzinom, gynäkologischer Tumor, Hodentumor, Lymphome und Lungenkarzinom. Behandelt werden auch Patienten nach Stammzelltransplantation.

„Wir sind überzeugt, dass die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studien, die wir gemeinsam mit dem AKH Wien durchführen, zu einer Absicherung und Weiterführung der Onkologischen Rehabilitation beitragen“, so DI Werner Hörner, Geschäftsführer des Humanomed Zentrums Althofen. Mehr dazu siehe auch Humanomed Consult

Krebsakademie

Um den Ansprüchen einer modernen onkologischen Versorgung gerecht zu werden, hat das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz eine "Krebsakademie" ins Leben gerufen. Das Besondere: Erstmals lehren und lernen Arztassistentinnen, Therapeuten, niedergelassene Ärzte und Spitalsmediziner gemeinsam. Die mehrmonatigen Kurse richten sich gezielt an unterschiedliche Gruppen und sind auf individuelle Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten.

Krebs stellt Ärzte, Pflegefachkräfte, Arztassistentinnen, Angehörige und natürlich Betroffene selbst immer wieder vor große Herausforderungen. Wie geht es weiter? Wie geht man mit der Erkrankung um? Kann man vorbeugen? Was bringt Früherkennung? Welche Therapien gibt es? Fragen, mit denen auch wir uns intensiv auseinandersetzen, wodurch sich unser Wissen ständig erweitert. Die Krebsakademie des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Linz will dieses Wissen allen Beteiligten weiter geben. Denn nur eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Krankenhaus und niedergelassenem Bereiches unter Berücksichtigung der Erfahrungen und Sichtweisen des jeweils anderen ermöglicht eine optimale Patientenversorgung.

Aus diesem Grund lehren und lernen in der Krebsakademie erstmals Spitalsmediziner, niedergelassene Fach- und Hausärzte, Therapeuten und Arztassistentinnen gemeinsam. Sie alle bringen ihre Erfahrung im Umgang mit Krebspatienten ein, vermitteln aktuelles Know-how hinsichtlich Prävention, Diagnostik und Therapie und widmen sich offen der Gestaltung eines Modells für ein funktionierendes onkologisches Versorgungskonzept. Spezialisten verschiedener Berufsgruppen gestalten gemeinsam ein modernes onkologisches Curriculum. Denn der beste Wirkstoff gegen eine Erkrankung wie Krebs ist keine Arznei, sondern Wissen. Daher lautet das Credo der Krebsakademie: Wissen ist der beste Wirkstoff.

Möglich wird dieses Projekt durch eine enge Kooperation der OBGAM (Oberösterreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin), des Berufsverbands der ArztassistentInnen Österreich (BdA) sowie des Zentrums für Tumorerkrankungen der Barmherzigen Schwestern. Diese Einrichtungen treten für die Bildung eines interprofessionellen Netzwerkes ein, in dem alle Akteure gemeinsam zum Wohle der Patienten agieren. Betroffene, also Patienten und deren Angehörige, sind ebenfalls ein zentraler Bestandteil dieses Netzwerkes. Alle Fortbildungsmodule wurden mit mehreren Diplomfortbildungspunkten der ÖÄK bzw. des BdA approbiert. Mehr dazu auf http://www.krebsakademie.at.
 

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Letzte Aktualisierung am: 09.09.2014, 21:48 




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