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KREBS NACHSORGE

Da die Verweildauer nach der Behandlung von Krebs in öffentlichen Spitälern aufgrund des Kostendrucks immer kürzer wird, und sich diese Spitäler auf die Durchführung der primären Therapie konzentrieren müssen, steigt der Bedarf der Rehabilitation im Bereich Onkologie.

Die Onkologische Rehabilitation (Krebs-Nachsorge) kommt für Patienten in Frage, die an tumor- oder therapiebedingten Schäden leiden, die durch eine Rehabilitationsbehandlung verbessert werden können. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden in einem ersten Schritt folgende kurativ behandelten Erkrankungen ausgewählt: kolorektales Karzinom, Mammakarzinom, gynäkologischer Tumor, Hodentumor, Lymphome und Lungenkarzinom. Behandelt werden auch Patienten nach Stammzelltransplantation. Die Betroffenen leiden an Folgen der Tumorerkrankung wie Bewegungseinschränkung oder Narbenschmerzen, Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Nervenmuskelschwäche oder Nervenschädigungen, generell an Schmerzen und Erschöpfung und an zahlreichen weiteren tumorassoziierten Problemen. Dazu kommen häufig Angststörungen und Depressionen.

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Neues Therapieangebot der Onkologischen Rehabilitation im Humanomed Zentrum Althofen

Als erste Rehabilitationseinrichtung in Österreich bietet das Humanomed Zentrum Althofen Rehabilitation für Krebspatienten mit einem Direktverrechnungsvertrag mit der PVA (Pensionsversicherungsanstalt) an. Das Pilotprojekt ist zunächst auf drei Jahre fixiert und wird durch wissenschaftliche Untersuchungen begleitet. Die Verrechnung der Therapiekosten erfolgt direkt mit der PVA. Die reguläre Aufenthaltsdauer pro Patient beträgt 21 Tage. "Bisher nahmen seit Mitte November 2010 rund 100 Patienten das neue Angebot der Onkologischen Rehabilitation in Anspruch. Mittelfristig werden wir in der Onkologischen Rehabilitation 40 Betten zur Verfügung stellen", so Werner Hörner.

Ziele der Onkologischen Rehabilitation

„Hauptziele der Onkologischen Rehabilitation in unserem Haus sind die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und eine weitgehende Reintegration in das soziale und berufliche Umfeld“, erklärt Prim. Prof. Dr. Geissler. Dabei sollen die Folgen von Krebstherapien wie Muskelabbau, Narbenschmerzen, Neuropathien, Thrombosen oder tumorbedingte Beeinträchtigungen behandelt werden. Das Körpergefühl wird verbessert, die Schmerztherapie optimiert. Ein weiteres Ziel der Onkologischen Rehabilitation ist es, durch eine Änderung des Lebensstils wie z.B. durch eine gezielte aerobe Bewegungstherapie und durch Ernährungsumstellung das Risiko der Wiederkehr des Tumors zu vermindern. Besonders wichtig ist auch die Behandlung von Angststörungen und Depressionen, die durch die Erkrankung ausgelöst wurden.

3-Säulen-Behandlungsmodell

Die Onkologische Rehabilitation basiert auf drei Säulen: Behandlung organischer Defekte; Überdenken und, wenn nötig, Korrigieren des Lebensstils; psychische Stabilisierung. Ein interdisziplinäres Team aus onkologisch versierten Fachärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, Psychologen, Therapeuten, Diätologen, Ergotherapeuten, Sportwissenschaftern und Pflegemitarbeitern legt nach einer umfassenden Aufnahmeuntersuchung das individuelle Therapieprogramm für jeden Patienten fest. Dieses Programm umfasst folgende Maßnahmen:

Heilgymnastik und medizinisches Training mit Ausdauer- und Krafttraining haben nicht nur einen positiven Effekt auf Muskulatur und Bewegungsapparat, wirken stabilisierend auf die Psyche und helfen gegen den typischen allgemeinen Erschöpfungszustand, wie er im Rahmen von Tumorerkrankungen häufig auftritt. Der Patient wird mit einem maßgeschneiderten Trainingsprogramm vertraut gemacht und angeleitet, wie er das Training auch nach Ende des Reha-Aufenthalts beibehält.
  • Heilmassagen.
  • Behandlung von tumorspezifischen Komplikationen, wie z.B. Lymphödemen und therapieassoziierten Komplikationen, wie z.B. Muskelschwäche, neurologisches Defizit oder Müdigkeit, wird zu Beginn der Rehabilitation festgelegt.
  • Optimierung der Schmerztherapie: Unterstützung der medikamentösen Therapie durch Massagen oder Elektro- und Bewegungstherapien.
  • Psychologische Beratung zur besseren Bewältigung von Angststörungen und Depressionen.
  • Ernährungseinstellung und –beratung werden einerseits im Rahmen der Lebensstilumstellung im Sinne einer sogenannten sekundären Tumorprävention durchgeführt, finden aber auch gezielt bei gastrointestinalen Störungen z.B. nach der Behandlung von Darmtumoren statt.

"Die langjährige Erfahrung des Rehabilitationszentrums Althofen mit den Fachbereichen Orthopädische Rehabilitation, Herz-Kreislauf Rehabilitation und Stoffwechsel Rehabilitation kommt den Patienten der Onkologischen Rehabilitation zu Gute“, betont Prof. Dr. Geissler die Vorteile des Hauses. Ein weiterer Vorteil liegt in der ausgezeichneten medizinischen Versorgung: Eine ärztliche Betreuung aller Patienten ist rund um die Uhr gewährleistet. Als einziges Rehabilitationszentrum in Österreich verfügt Althofen über vier Hämodialyse-Plätze im Haus und erspart Dialysepatienten den zeitaufwendigen und beschwerlichen Weg zur nächsten Dialysestation. Das Humanomed Zentrum Althofen verfügt über 630 Betten. Jährlich werden rund 10.000 Patienten betreut. Das Unternehmen beschäftigt 480 Mitarbeiter, darunter 28 Ärzte, 40 Pflegemitarbeiter und über 100 Therapeuten.
 

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Letzte Aktualisierung am: 20.09.2011, 10:59 




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