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PFLEGEREGRESS

2008 wurde er abgeschafft, dann kam er wieder in einzelnen Bundesländern, jetzt schafft man ihn wieder ab (zuletzt in Kärnten): den allseits gefürchtete Pflegeregress. Die bundesländerweise unterschiedlich geregelten Bestimmungen sehen dabei vor, dass EhepartnerInnen, Kinder oder Eltern von Personen, die in einer Pflegeeinrichtung untergebracht werden müssen, einen Kostenbeitrag zu zahlen haben. Somit gibt es den Pflegeregress nur noch in der Steiermark. Die Grünen haben jedoch einen Antrag eingebracht, ihn wieder abzuschaffen. Mal sehen, ob SPÖ und ÖVP dem Antrag zustimmen werden. Das schlechte Wahlergebnis von SPÖ und ÖVP bei den Nationalratswahlen 2013 in der Steiermark könnte nun die Abschaffung beschleunigen.

Höhe des Pflegeregresses: Kinder werden für die Pflegeheimunterbringung ihrer Eltern 4 bis 10 Prozent der Pflegekosten übernehmen müssen; Eltern für ihre Kinder 9 bis 15 Prozent. Unter einem gewissen monatlichen Nettoeinkommen (so um die 1.500,- Euro) entfällt der Pflegeregress. Keine Regresszahlungen müssen Großeltern, Enkelkinder oder verschwägerte Verwandte befürchten. Über mehrere Jahre gerechnet, stellen die Kosten für den Pflegeregress eine erhebliche finanzielle Belastung für Familienangehörige dar. Sind mehrere Kinder da, werden die Kosten entsprechend aufgeteilt. Einzelkinder sind von den neuen Bestimmungen daher besonders stark betroffen.

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Letzte Aktualisierung am: 03.10.2013, 12:02 




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