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PLACEBO

Placebo bedeutet im Lateinischen "ich gefalle". In der Medizin bezeichnet Placebo ein Scheinmedikament, also ein Mittel, das keinerlei Wirkstoffe enthält. Trotzdem weiß man, dass Placebos Gutes bewirken können, vor allem bei Krankheiten und/oder Unbefindlichkeitszuständen, die psychosomatische Ursache haben. Placebos sind durchaus in der Lage, Selbstheilungskräfte in Gang zu setzen. Bei wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten dienen sie zum Führen einer Kontrollgruppe.

Placebowirkung können auch eine Reihe von Hausmittel, Naturheilmittel, Nahrungsergänzungen oder Behandlungsmethoden entfalten. Wissenschaftlich gesehen, müssten sie eigentlich wirkungslos bleiben. Wie bei vielem kann jedoch der Glaube einiges bewirken, und so helfen sie dann doch. Geht mit der Behandlung zusätzlich eine wohlwollende Zuwendung einher, wird die positive Wirkung noch zusätzlich verstärkt.

In diesem Sinn haben placeboartige Behandlungen durchaus ihren Stellenwert. Dabei ist es wichtig, mit Hausverstand einfach darauf zu achten, ob die Behandlung die gewünschte Wirkung entfaltet oder nicht. Tut sie es und sind mit ihr keine unerwünschten Nebenwirkungen verbunden, kann man sie - eventuell in Absprache mit dem Arzt / der Ärztin - durchaus fortsetzen. Tut sie es nicht, kann man eventuelle eine andere alternative Methode probieren oder dann eben doch der sogenannten Schulmedizin das Vertrauen schenken. Jedenfalls darf nicht sein, dass man durch alternative Heilbehandlungsversuche Krankheitszustände verleugnet, missinterpretiert, verschleppt oder den Patienten unnötigen Leiden aussetzt.
 

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Letzte Aktualisierung am: 27.04.2013, 07:30 




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