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REHABILITATION NACH KREBSTHERAPIE

Jedes Jahr erkranken rund 36.000 ÖsterreicherInnen an Krebs. Nach erfolgreicher Krebstherapie erleben Krebspatienten oft ein therapeutisches Vakuum. Unsicherheit, Angst und Depression machen sich breit. In dieser Zeit ist die psychische Betreuung und Stabilisierung entscheidend. Die Onkologische Rehabilitation kommt für Patienten in Frage, die an tumor- oder therapiebedingten Schäden leiden, die durch eine Rehabilitationsbehandlung verbessert werden können. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden in einem ersten Schritt folgende kurativ behandelten Erkrankungen ausgewählt: kolorektales Karzinom, Mammakarzinom, gynäkologischer Tumor, Hodentumor, Lymphome und Lungenkarzinom. Behandelt werden auch Patienten nach Stammzelltransplantation.

3-Säulen Behandlungsmodell

Die Onkologische Rehabilitation basiert auf drei Säulen: Behandlung organischer Defekte; Überdenken und, wenn nötig, Korrigieren des Lebensstils; psychische Stabilisierung.

Umgang mit organischen Defekten

Durch die Tumortherapie können organische Defekte verursacht werden, wie die Entfernung einer Brust, Nervenirritationen durch Chemotherapie oder Hautveränderungen durch Strahlentherapie. Bleiben dieses Defekte bestehen, so geht es um das Annehmen eines neuen Körpergefühls und ein "Damit-Lebenlernen". Die Folgen von Krebstherapien wie Muskelabbau, Narbenschmerzen, Neuropathien, Thrombosen oder tumorbedingte Beeinträchtigungen werden behandelt. Das Körpergefühl wird verbessert, die Schmerztherapie optimiert.

Korrektur des Lebensstils

Ist eine Korrektur des Lebensstils nötig, tragen aerobe Bewegungstherapie und Diät zur Gewichtsreduktion bei. Der Patient wird mit einem maßgeschneiderten Trainingsprogramm vertraut gemacht und angeleitet, wie er das Training auch nach Ende des Rehab-Aufenthalts beibehält.
In zahlreichen Studien konnte bewiesen werden, dass sich Bewegungstherapie positiv auf den Verlauf einer Krebserkrankung auswirkt. Ernährungsberatung und -schulung unter Berücksichtigung der jeweiligen Tumorart soll zu einer langfristigen Ernährungsumstellung führen.

Psychische Stabilisierung

Die psychische Situation der Patienten nach der Behandlung einer Krebserkrankung ist meist gravierend gestört. Die psychische Verletzung kann über leichte Symptome wie Besorgnis, Irritation, Spannung über körperliche Schmerzen, Angst und Panik bis zur schweren Depression führen. Wichtige therapeutische Schritte sind das Finden der inneren Stabilität und das Erlernen eines heilsamen Umgangs mit dem Körper. Durch psychoedukative Gruppensitzungen, Einzeltherapien, Entspannungs- und Visualisierungsübungen werden Patienten unterstützt. Hilfreich können auch Kunst-, Musik-, und Gestaltungstherapien sein.

Das Zentrum für Lymphologie am LKH Wolfsberg

Neben dem Angebot im Humanomed Zentrum Althofen, bietet die KABEG eine spezielle Rehabilitation nach einer Krebserkrankung auch innerhalb des Verbundes an. Im Zentrum für Lymphologie am LKH Wolfsberg werden Lymphödeme, die nach Krebsoperationen auftreten können, behandelt. "In Abhängigkeit der Art der Krebserkrankung kann fast jeder zweite bis dritte Onkologiepatient davon betroffen sein", erklärt Prim. Dr. Walter Döller. Insgesamt stehen auf der Lymphologie 80 Betten zur Akutbehandlung und Rehabilitation zur Verfügung. Die Leistungen auf der Lymphologie, stellen insofern eine ideale Ergänzung zum Angebot der onkologischen Rehabilitation mit der Humanomed Consult dar.

Das Kur- und Rehabilitationszentrum Althofen

Die langjährige Erfahrung des Rehabilitationszentrums Althofen mit den Fachbereichen Orthopädische Rehabilitation, Herz-Kreislauf Rehabilitation und Stoffwechsel Rehabilitation kommt den Patienten der Onkologischen Rehabilitation zu Gute. Ein weiterer Vorteil liegt in der ausgezeichneten medizinischen Versorgung: Eine ärztliche Betreuung aller Patienten ist rund um die Uhr gewährleistet. Als einziges Rehabilitationszentrum in Österreich verfügt Althofen über vier Hämodialyse-Plätze im Haus und erspart Dialysepatienten den zeitaufwendigen und beschwerlichen Weg zur nächsten Dialysestation. Das Humanomed Zentrum Althofen verfügt über 630 Betten. Jährlich werden rund 10.000 Patienten betreut. Siehe auchh Humanomed Consult.
 

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Letzte Aktualisierung am: 28.11.2011, 13:27 




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