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RHEUMA

Rheuma ist ein Sammelbegriff für 200 bis 400 sehr unterschiedliche Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates (Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen) und des Immunsystems. Daher wird auch von "Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises" gesprochen. Die Rheumatoide Arthritis (RA), auch chronische Polyarthritis genannt, ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet und bevorzugt die Innenhaut der Gelenke betrifft. Sie gilt als die häufigste entzündliche Gelenkserkrankung. Die Krankheit betrifft Menschen aller Altersstufen, wobei die größte Häufigkeit im mittleren Alter der arbeitenden Bevölkerung zwischen 25 und 55 Jahren liegt und Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer. Die Erkrankung kann jedoch in jedem Alter beginnen.

Nebenerscheinung: trockene Haut

Menschen, die an Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises leiden, haben oft auch Probleme mit Hauttrockenheit. Als Ursachen für trockene Haut kommen verschiedene Faktoren in Frage, die sich in Summe negativ auf die Hautdurchblutung und Hautversorgung mit Nährstoffen auswirken. Daher gehören zu jeder Rheumatherapie geeignete Hautpflegeprodukte (z.B. solche, die Lanolin bzw. Schafmilch enthalten).

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Verkürzte Lebenserwartung

Epidemiologische Studien belegen, dass RA die Lebenserwartung um sechs bis zehn Jahre verkürzt. Die häufigsten Symptome der Rheumatoiden Arthritis sind steife und schmerzende Gelenke am Morgen, Kraftlosigkeit der Hände, Schmerzen bei Händedruck sowie schmerzhafte Schwellungen der Gelenke. Häufig verläuft die Erkrankung in Schüben mit Phasen von stärkerer und schwächerer Krankheitsaktivität. Unbehandelt führt der Krankheitsprozess zu irreversiblen Gelenkszerstörungen mit zunehmendem Funktionsverlust.

Wichtig: Früherkennung und schneller Zugang zu modernen Therapien

Essentiell für eine erfolgreiche Behandlung der RA, ist die Früherkennung und ein schneller Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung. Gerade zu Beginn der Erkrankung entstehen innerhalb von wenigen Wochen irreversible Schäden. Bei frühzeitiger Diagnose läst sie sich meist gut behandeln und in vielen Fällen kann damit eine Chronifizierung vermieden oder bei bestehender chronischer RA das Fortschreiten gebremst werden. Mit modernen Therapien wie Biologika ist es möglich, Gelenkszerstörungen zu verhindern oder wenigstens deutlich zu reduzieren. Damit kann die Lebensqualität der Betroffenen gesteigert und ihre Arbeitsfähigkeit langfristig erhalten werden.

Therapie der Rheumatoiden Arthritis

An erster Stelle steht die medikamentöse Behandlung. Die derzeit modernsten Arzneimittel, die zur Therapie von Rheumatoider Arthritis zur Verfügung stehen, sind die sogenannten Biologika. Weitere Methoden sind operative Therapien wie z.B. die ersatzlose Entfernung zerstörter Gelenke oder das Einsetzen künstlicher Gelenke und Strahlentherapie mittels Injizierung von strahlenden Teilchen in erkrankte Gelenke. Moderne Konzepte der Rheumabehandlung zeichnen sich dadurch aus, dass verschiedene Methoden miteinander kombiniert werden. Der Erfolg der Behandlung hängt wesentlich davon ab, für die unterschiedlichen Krankheitsbilder und -situationen die jeweils individuell richtige Behandlungskombination zusammenzustellen.

Siehe auch



 

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Letzte Aktualisierung am: 06.02.2017, 17:54 




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