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SACHWALTER - SACHWALTERSCHAFT

Während eine Vorsorgevollmacht vom zu pflegenden / von der zu pflegenden Angehörigen selbst (mit-) initiiert und unterschrieben wird, ist die Charakteristik für eine Sachwalterschaft die Fremdbestimmung (Entmündigung). Eine solche Fremdbestimmung wird vom Gesetzgeber nur dann akzeptiert, wenn (volljährige) Menschen ihre Angelegenheiten nicht oder nicht mehr erledigen können, weil sie aus Alters- und/oder Krankheitsgründen stark und dauernd verwirrt, psychisch krank oder geistig behindert sind. Sachwalter können für ganz bestimmte oder sämtliche Aufgabengebiete betraut werden.

Die Initiative für eine Sachwalterschaft kann vom / von der Betroffenen selbst oder - "von Amts wegen" - vom zuständigen Bezirksgericht ausgehen. Angehörige oder andere Personen können die Bestellung eines Sachwalters / einer Sachwalterin lediglich anregen. Das Bezirksgericht hört sich den Fall an und entscheidet, ob die geistige Verfassung des Betroffenen / der Betroffen wirklich so gravierend ist, dass ein Sachwalter / eine Sachwalterin bestellt werden muss.

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Als Sachwalter können nicht nur Rechtsanwälte und Notare, sondern beispielsweise auch Familienangehörige, Personen aus dem Verein für Sachwalterschaft, der Patientenanwaltschaft oder der BewohnerInnenvertretung namhaft gemacht werden. Die Wahl sollte man von den zu erfüllenden Aufgaben abhängig machen.

Keine Sachwalterschaft ist notwendig, wenn der / die Betroffene bereits eine Vorsorgevollmacht unterschrieben hat und man erwarten kann, dass die Angelegenheiten (inklusive Rechtsangelegenheiten) im Rahmen der Familienbetreuung gut und vernünftig erledigt werden.
 

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Letzte Aktualisierung am: 20.09.2011, 10:53 




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