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SICHERHEIT

Das Thema Sicherheit im Alter bezieht sich vor allem auf die Reduktion der Faktoren, welche die Sicherheit älterer Menschen beeinträchtigt. Insofern deckt das Thema Sicherheit im Alter mehrere Aspekte ab. Zum einen haben Menschen im Alter ein besonders großes Sicherheitsbedürfnis und zum anderen hat Sicherheit im Alter und somit auch in der Pflege sehr viel mit Mobilität zu tun.

Sicherheit als die Deckung eines Bedürfnisses bedeutet, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen; z.B. die Sicherheit gegen Einbruch zu erhöhen. Besonders durch den Einbau von Fenstern, Türen und Rolläden, welche hohen Sicherheitsnormen entsprechen, kann hier wirksam Abhilfe geschaffen werden. Oft bieten im Sinne der Planung für die Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen Beratungsstellen der Polizei Hilfe an.

Anders verhält es sich bei der Sicherheit im Alter in der Pflege. Wenn das Sehvermögen oder die Feinmotorik älterer Menschen eingeschränkt sind, kann jede Bewegung eine Gefahr bedeuten und schränkt somit den Handlungsspielraum ein, sei es beim Überqueren der Straße oder bei der Verrichtung von alltäglichen Aufgaben. Sicherheit im Alter bedeutet also Mobilität, die Fähigkeit sich zu bewegen und ein selbstbestimmtes Leben auch im Alter führen zu können, indem man länger am Leben aktiv teilnimmt.

Oft sind es die einfachsten Bewegungen, die mit zunehmenden Alter Verunsicherung mit sich bringen. Sei es in den eigenen vier Wänden, bei Bewegungsabläufen, wie jene beim Benutzen der Badewanne oder beim Treppensteigen. Dies hängt zum einen vom Gesundheitszustand und dem Alter der jeweiligen Personen ab, aber auch von den Anlagen oder der Ausstattung des eigenen Wohnraumes. Dasselbe gilt auch außerhalb der Wohnung oder des Hauses. Oft ist es die fehlende Gegensprechanlage bzw. Hausglocke, ein mangelhaft beleuchteter Hauseingang oder eine schwer zu öffnende Eingangstür.

Dies bedeutet, dass bereits kleine Baumaßnahmen die Sicherheit und Wohnqualität entscheidend verbessern können (z.B. rutschfeste Böden, Haltegriffe im Sanitärbereich oder schwellenfreie Böden). Oft lassen sich Wohnungen relativ leicht altersgerecht umwandeln. Im Außenbereich sind beleuchtete Klingelschilder oder ausreichende Beleuchtung von großer Hilfe. Ein ebenerdiger Eingang oder eine Rampe macht auch Rollstuhlfahrern die selbständige Bewegung möglich.

Weil das Alter und damit verknüpfte Gebrechen oder Erkrankungen allmählich eintreten und weil die Sicherheit nur als ein relativer Zustand der Gefahrenfreiheit verstanden werden kann, ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen und Vorsorge zu treffen. Viele Informations- und Beratungsangebote können in Anspruch genommen werden, bevor die notwendigen Änderungen zur Erhaltung einer sicheren Mobilität eingeleitet werden. Dazu zählen auch Förderungen aus öffentlicher Hand, wofür die Ämter für Wohnbauförderung beratende Unterstützung geben können.

Weiters ist zu erwähnen, dass bei Krankheit oder Zuständen, welche die Bewegungsfreiheit einschränken, es viele Organisationen gibt, die ihre Unterstützung anbieten. So können Pflegebetten], Matratzen, Rollstühle oder andere Gehhilfen günstig gemietet werden oder für ein geringes Entgelt erworben werden.

Verkehrssicherheit

Mitte Juni 2013 kamen beim Internationaler Verkehrssicherheits-Kongress führende Experten und Wissenschaftler nach Wien, um zwei der brennendsten Zukunftsfragen der Verkehrssicherheitsarbeit zu diskutieren: Wie wird es sich auswirken, wenn in etwa 20 Jahren jeder dritte Verkehrsteilnehmer über 60 Jahre alt sein wird? Und was können wir tun, um auch im Alter eine selbstbestimmte Mobilität möglich zu machen?

In jedem Lebensabschnitt ändern Verkehrsteilnehmer ihr Mobilitätsverhalten und stellen unterschiedliche Anforderungen an die Verkehrssicherheitsarbeit. Besonders die zunehmende Gruppe der über 60-Jährigen stellt die Verkehrssicherheitsarbeit vor neue Herausforderungen. Innovative Lösungen sind international gefragt und werden von Forschern und Experten aus verschiedenen Perspektiven und mithilfe moderner Technologien untersucht; z.B. in Studien zur Prävention von Unfällen, wie z.B. die Auswirkung von Ablenkung auf das Fahrverhalten, die Beobachtung der Blickrichtung auf das kognitive Fahrverhalten, Fahrzeugsicherheit, Frühwarnsysteme bei nachlassender Fahrleistung, Maßnahmen zur Erhöhung der Mobilität im Alter, Risikokompetenztrainings, Mobilitätsverhalten Stadt/Land, Sicherheitsprobleme älterer Radfahrer und weitere interessante Themen im Zentrum der Diskussion. Infos dazu auf http://www.kfv.at/congress2013/ .

Siehe auch


 

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Letzte Aktualisierung am: 07.07.2013, 09:40 




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