SEITE BEARBEITEN >>

SPUCKEN - SPUTUM

Betagte Menschen verspüren oft die Notwendigkeit auszuspucken. Das mag für die Menschen im Umfeld unangenehm sein (siehe auch Stichwort Ekel in der Pflege), den Betroffenen / die Betroffenen sollte man daran jedoch nicht hindern, da das Ausspucken dem Entstehen von Atemwegserkrankungen (insbesondere Lungenentzündung - Pneumonitis) vorbeugt. Bewegungsarmut und das viele Liegen führen zu einer oberflächlichen Atmung ohne Einbezug der unteren Lungenanteile. In diesen minderbelüfteten Lungenabschnitten sammelt sich dann Lungensekret, das ein idealer Nährboden für Bakterien und andere Krankheitserreger sein kann.

Aus dem Sputum (also dem ausgespuckten Schleim) können wichtige Informationen "herausgelesen" werden, die für den behandelnden Arzt / die behandelnde Ärztin Diagnosehinweise darstellen können:
  • transparenter Schleim, der einen Faden zieht, bei Schnupfen und Erkrankungen der oberen Atemwege;
  • zäher Schleim bei Bronchitis oder Asthma;
  • eitriger Schleim bei eitriger Bronchitis;
  • gelblich grüner Schleim bei Lungenentzündung;
  • rostbrauner Schleim bei starken RaucherInnen oder bei beginnendem Lungenödem;
  • hell- bis dunkelroter Schleim bei Gefäßverletzungen in der Lunge, bei Lungentumor.

Tipp: Oberkörperhochlagerung und vorangehende tiefe Atemzüge ermöglichen das leichtere Abhusten.
 

 Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informieren Sie uns über allfällige Fehler oder korrigieren Sie diese selbst!

Letzte Aktualisierung am: 10.08.2011, 21:38 




[Werbung/PR]