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TELEIOS
Der TELEIOS ist eine Preis für Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit in der Österreichischen Altenpflege. Unter dem Motto „Alltagshelden treten aus dem Schatten" wurde er im November 2011 nun bereits zum fünften Mal vergeben. Lebenswelt Heim, der Bundesverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs, hat den Preis 2004 ins Leben gerufen, um herausragende Projekte in der stationären Altenarbeit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter 32 Nominierten ging die Initiative „Die Ethische BewohnerInnen-Besprechung“ der Caritas Socialis als Sieger der begehrten Trophäe hervor. Der zweite Platz ging an das SeneCura Sozialzentrum Krems und der dritte Platz an den Wie daham Generationenpark Welzenegg. Die Siegerprojekte gelten als Best Practice Modelle und übernehmen somit eine Vorreiterrolle in der Wachstumsbranche Pflege in Österreich.
„Mehr denn je hatte unsere Jury die Qual der Wahl, wir hatten 32 hervorragende Einreichungen mit hohem Nachhaltigkeitsfaktor. Hier hat sich wahnsinnig viel getan, jetzt ist umso wichtiger, dass auch die Öffentlichkeit davon erfährt und die Alltagshelden, die für unsere Gesellschaft einen unbezahlbaren Wert haben, aus dem Schatten treten – darin sehen wir die Hauptaufgabe des TELEIOS“, so Mag. Johannes Wallner, Lebenswelt Heim-Präsident. In seiner Eröffnungsansprache wies auch Bundesminister Rudolf Hundstorfer auf die großartige Qualitätsentwicklung der Heime hin und bedankte sich für den Einsatz der vielen Tausend MitarbeiterInnen für ein würdevolles Altern der HeimbewohnerInnen. Gleichzeitig stellte er in Aussicht, dass mit den im Herbst begonnen Gesprächen zur Pflegereform die Weichen für die nachhaltige Finanzierung des Pflegesystems gestellt werden.
Seit dem Jahr 2004 ist der TELEIOS der landesweit wichtigste Preis im Bereich der Altenpflege. Die Menschen in der Altenbetreuung leisten tagtäglich eine wichtige, verantwortungsvolle Arbeit und initiieren zusätzlich Projekte, die einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität der Älteren leisten. Diese Projekte sollen vor den Vorhang geholt und die Innovationskraft, Kreativität und Managementqualität in den Alten- und Pflegeheimen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Der erste Platz ging 2011 an Caritas Socialis für das Projekt „Die Ethische Bewohner-Besprechung“. Ziel des Projektes ist, Unsicherheit in Entscheidungssituationen am Lebensende zu verstehen und zu berücksichtigen sowie den Willen von BewohnerInnen, den diese nicht mehr selbst äußern können zu erfassen. Das mäeutische Instrument der BewohnerInnen-Besprechung, das in den Caritas Socialis Einrichtungen bereits gut etabliert war, wurde dafür weiterentwickelt. Über Silber kann sich das SeneCura Sozialzentrum Krems mit dem Projekt „Fit für daheim – Rehabilitative Übergangspflege mit SeneCura“ freuen. Den dritten Platz belegt der Wie daham Generationenpark Welzenegg mit der Initiative „Ein Haus für Alt und Jung“.
„Ein Senioren- oder Pflegeheim muss heutzutage weit mehr bieten als hochwertige Pflege und Betreuung. Der Österreichische Seniorenrat als gesetzliche Interessenvertretung unterstützen den TELEIOS, da die ausgezeichneten Projekte wichtige Impulse für die Zukunft geben – nicht nur für die Gestaltung des Lebens im Altenheim, sondern für unsere ganze Gesellschaft und ihre Einstellung zum Altern“, so Karl Blecha, Präsident des Österreichischen Seniorenrates, der auch die gesellschafts- und arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Altenbetreuung und -pflege betont. Auch LAbg. Ingrid Korosec, Vorsitzende des Wiener Seniorenbundes, sieht im TELEIOS mehr als die Ehre einer Auszeichnung: „Die langfristige Sicherung des Finanzierungssystems und das Weiterbestehen des Generationenvertrages stellen wegweisende Herausforderungen für die Zukunft dar. Initiativen wie jene, die im Rahmen des TELEIOS 2011 ausgezeichnet wurden, haben für unsere Gesellschaft einen unschätzbaren Wert. Niemand soll vor dem Älterwerden Angst haben müssen – dass das Leben auch in einer stationären Einrichtung noch lebenswert, ja sogar fröhlich und aufregend sein kann, beweisen die diesjährigen Preisträger.“
Lebenswelt Heim richtet einen Appell zu mehr (Selbst-) Bewusstsein für innovative Projekte. Herz, Know-how und Engagement verbinden die TELEIOS-Preisträger der letzten acht Jahre. Als Bundesverband der österreichischen Alten- und Pflegeheime sieht Lebenswelt Heim es als seine Hauptaufgabe, den Stellenwert alter Menschen in der Gesellschaft zu heben und ihnen die verdiente Position zu sichern. Dies gelingt durch unermüdliche Aktivitäten und Initiativen in den Bereichen Qualitätsmanagement, Weiterbildung sowie Informations- und Gedankenaustausch. Als Servicepartner seiner Mitglieder unterstützt der Verband besonders die Weiterentwicklung beruflicher Qualifikationen und Managementfähigkeiten. Neue Modelle in der Altenarbeit werden kommuniziert und mit diversen Imagekampagnen wie dem Aktionsherbst wird die Attraktivität der Berufsbilder gefördert.
„Der TELEIOS ist auch heuer wieder der beste Beweis, dass es in Österreich viele engagierte Menschen gibt, die sich persönlich mit viel Herz, Verstand und Kreativität dafür einsetzen, dass das Leben im Alter Freude macht. Unser Appell an alle: Sie kennen solche Menschen und Projekte? Erzählen Sie davon, tragen Sie die Informationen nach außen. Verdrängen wir das Älterwerden nicht, setzen wir uns gemeinsam und aktiv damit auseinander. Unsere Häuser in Österreich leisten so viel – wir wünschen uns für den nächsten TELEIOS noch mehr Einreichungen, denn viele Projekte verdienen es, ans Licht geholt zu werden. Wir freuen uns schon darauf“, so Mag. Johannes Wallner, Präsident von Lebenswelt Heim. Die Einreichfrist für den nächsten TELEOIS startet am 1. Februar 2012.
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Letzte Aktualisierung am: 23.11.2011, 10:55