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VORSORGEVOLLMACHT

Falls Sie den Eindruck haben, dass der oder die zu pflegende Angehörige in absehbarer Zeit die Handlungs- und Geschäftsfähigkeit verlieren könnte, sollten Sie mit ihm oder ihr über eine sogenannte Vorsorgevollmacht sprechen. In dieser Vollmacht werden noch vor dem Eintreten der Unfähigkeit bestimmte Aufgaben an eine Vertrauensperson oder mehrere Vertrauenspersonen übertragen. Welche Bereiche wem übertragen werden, kann frei bestimmt werden (Aufgabenverteilung).

Was die Vorsorgevollmacht jedenfalls enthalten muss

  • Name(n),
  • Geburtsdaten,
  • und Adresse(n) der bevollmächtigten Person(en).
  • Aufgabenbereiche, für welche die Vertrauensperson(en) zuständig sein soll(en).
  • Individuelle Wünsche und Vorstellungen über die eigene Zukunft (z.B. Art und Ort der Betreuung).
  • Eigener Name, Geburtsdatum und Adresse.
  • Ort der Unterzeichnung und eigenhändige Unterschrift.

Das Original der Vorsorgevollmacht verbleibt bei dem bzw. einem der Bevollmächtigten. Nichtbevollmächtigte Angehörige oder der Hausarzt / die Hausärztin können Kopien erhalten.

Tipp: Bei der österreichischen Notariatskammer besteht ein zentrales Register, in welches alle notariell erstellten Vorsorgevollmachten eingetragen sind. Dort sind Vorsorgevollmachten am besten aufgehoben. Falls dem/der Pflegebedürftigen etwas zustößt, wird der Notar tätig und alles nimmt den Verlauf, den der / die Betroffene festgelegt hat.

Eine Vorsorgevollmacht kann jederzeit widerrufen bzw. neu abgefasst werden (ähnlich wie beim Testament). Macht der geistige Zustand der zu pflegenden Person das Abfassen einer Vorsorgevollmacht unmöglich, können pflegende Angehörige beim zuständigen Bezirksgericht eine Sachwalterschaft anregen. Mehr dazu siehe das Stichwort Sachwalter - Sachwalterschaft.
 

 Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informieren Sie uns über allfällige Fehler oder korrigieren Sie diese selbst!

Letzte Aktualisierung am: 11.08.2011, 15:42 




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